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Brennende Liebe

temporäre Installation

Bunker 23 Mals/Italy

 

 

 

Salone del Mobile

Fuori salone

12. bis 17. April 2016
via Palermo 8 (Zona Brera)
Mailand

 

 

 

 

 

Othmar Prenner

1966 geboren in Schlanders, Italien
1990 - 1994 HTL für Bildhauerei, Innsbruck
1995 - 2001 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler bei Prof. Asta Gröting
2001 Arbeitsstipendium New York
2002 Assistent an der Akademie der Bildenden Künste, München

 

Auszug Ausstellungen und Projekte

„Sag lächelnd good bye“, Städtische Friedhofsverwaltung München, 1998
„Scultura Europea“, Mogliano Veneto, 2000
„Lebenslauf“, Akademiegalerie München, 2000
„In Schottland“, ECA Edinburgh, 2000

„Der Müller“, Galerie im Andechshof, Innsbruck, 2001
„Mindesthöhe 2 m“, Installation, Reschenpass, 2001
„Jeder Tag ein Alltag“, Galerie Museum Bozen, 2003
„Der Traum vom Paradies", Himmelfahrtskirche München, 2004
„Transportale", Museumsquartier Wien, 2004

„Jugendsünden“, Ausstellung zu Karl Plattner, Vinschgau, 2010
„Karl auf der Mauer“, Mals, 2011
„Karl auf der Mauer“, Museion Bozen, 2011
„KEOM“, Bunker 23, Vinschgau, 2011

„Brotbox“, Fuorisalone, Mailand 2011
„Alles wird gut“, Mals, 2012
„Design beim Hafner“, Mals, 2012
„Lost Karma“, Marte, Montegemoli, 2013
„BOB“, Stuhlentwurf, Fuorisalone, Archivo Sacchi, Mailand, 2013
 „10 Messer“, ES-gallery, Meran, 2013 

Kontakt | Impressum

Othmar Prenner  
Max-Nadler-Straße 9b 
81929 München 
+49 172 74 69 516 
info@dingeundursachen .de



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Max-Nadler-Straße 9b
D-81929 München
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blog

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe 
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. 
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe 
und hinter tausend Stäben keine Welt. 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, 
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, 
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, 
in der betäubt ein großer Wille steht. 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille 
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, 
geht durch der Glieder angespannte Stille - 
und hört im Herzen auf zu sein. 
 


Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

2016 | GIVE PEACE A CHANCE / BUNKER 23 / MALS / ITALY

2015 | DER BAUM

Aus einer 280 Jahre alten Zirbelkiefer werden 107 Gefäße in unterschiedlicher Größe gedrechselt. Jedes Gefäß wird nummeriert und mittels einer Grafik dokumentiert. In der Grafik ist der jeweilige Abschnitt des Baumes zu sehen aus dem das dazugehörige Gefäß entstanden ist. Die Oberfläche der Gefäße wird auf der In- nen- oder Außenseite, bzw, beidseitig gebrannt. Die Form und der Durchmesser werden in erster Linie vom Baum bestimmt. Dadurch entstehen sehr geradlini- ge Formen in den Größen von 100 mm bis 600 mm Durchmesser. In jedem einzelnen Gefäß ist der Baum noch spürbar. 

2015 | BRENNENDE LIEBE

MITTEN INS HERZ

Das neue Projekt des Künstlers Othmar Prenner heißt Brennende Liebe und trifft mitten ins Herz des Tartscher Bunkers B23 von Bernhard von Spinn. Die Installation zeigt im Rahmen des allseits gegenwärtigen und viel bearbeiteten Themas 70 Jahre Frieden, wie Kunst befrieden kann. Der Tartscher Bunker, in der Kulturlandschaft Hoache gelegen. Ein Wohnwagen ragt frech seine Nase aus dem Herz des Bunkers und wagt somit, jede Menge Fragen aufzuwerfen. Für Prenner ist die Verbindung zum Thema Frieden offensichtlich; hier werden Vergangenheit nicht verneint, sondern ihr begegnet. Angstfrei und dies mit einer unübersehbaren Wucht. Das Bewegliche des Campingwages, Sinnbild für Freiheit, Neugierde und Austausch, so Prenner, kombiniere sich bestens mit dem feststehenden Bunker als materielles Erbe wie auch mit dem Sinnbild des Bunkers für eine belastete Vergangenheit. „Frieden braucht Freiheit und die Chance, frech sein zu dürfen. Frieden lebt auch von Toleranz“. Heiter aufgebrochen wird auch die Sichtweise auf das Relikt des italienischen Faschismus und feiert mit seinem unverkennbaren Prenner'schem Stil die Tatsache, dass diese Zeit so nicht mehr wiederkommen muss. Während der Campingwagen heiter wie die Ferienzeit ein schweres Thema der Vergangenheit neu belebt, kann diese so neu betrachtet werden. Denn der Frieden und die Kunst sollten allen zugänglich sein. 

 

 

2015 | likeabox


 

Meating Design

likeabox

Fuori salone
Expo Milano
ZEUS SHOWROOM - sales department: 
Corso San Gottardo 21/ 9
20136 MILANO

2015 | BLACK BOWLES

Gedrechselte Gefäße aus Zirben- und Lärchenholz mit verbrannter Fassade,
Durchmesser 15 bis 80 Zentimeter, die Kohleschicht entsteht in einem speziellen, selbstentwickelten Verfahren, das Holz stammt aus dem Langtauferertal

2015 | colored bowles

2014 | ANNA

2013 | ES_AW_OP

 


Die ES gallery freut sich, gemeinsam mit Othmar Prenner und Artur Waldner die ES edition 2013 zu präsentieren.

Der Bildhauer Othmar Prenner realisierte zusammen mit dem Schmied Artur Waldner ein in limitierter Auflage 
produziertes Produkt, welches die Suche nach dem erdverbundenen Sein und die ausgereifte Kunst des Schmiedens 
zu einem archaisch anmutenden, schlichten und gleichzeitig eleganten Gegenstand verschmilzt.

* mit Beginn 2013 entsteht jährlich eine ES edition aus dem Bereich Kunst und Design.


ES gallery è lieta di presentare, insieme a Othmar Prenner e Artur Waldner, la ES edition 2013.
  
Lo scultore Othmar Prenner, in collaborazione con il fabbro Artur Waldner, ha realizzato un prodotto in edizione limitata. 
Si tratta di un oggetto arcaizzante, sobrio ed elegante, in cui la ricerca dell’essere legato alla terra si fonde con la 
sapiente arte della forgiatura.
  
* a partire dal 2013, ogni anno nasce una ES edition nel settore arte e design.

SW. SPEZIAL (PDF)

2013 | HEISST ES NICHT IM GRÜN / schlanders / Italy

 

Gemeinschaftsprojekt Sepp Mall_Othmar Prenner

Gärtnerei Schöpf

 

Heißt es nicht im Grün, man sollte im Rhythmus der Bäume lebm?

Wurzeln schlagn, zu Boden gehn, erbebm bei jedem Schritt.

 

Aber der kleine Zeisig, aus seinem Käfig geholt und aufs Sims des offnen Fensters gesetzt, bleibt wie erschüttert stehn. Unbeweglich, eine Sekunde lang, vielleicht auch zwei. Als könnte er nicht fassn, was ihm geschieht. 

Noch einmal wendet er seinen Kopf, seinem Wärter prüfend in die Augen zu schaun. Dann stößt er sich ab mit einem Seufzer, hinein in den lichtn Tag, um in sichrer Entfernung loszulachen, lauthals los. 

Und er flattert davon, ins Licht hinter den Wolkn, in die glückverheißende Freiheit, sich vor Lachn schüttelnd.

 

Und du, willst du blühn, willst du verwelkn, wann willst du dich im Sturme drehn?

Hieß es nicht, man solle im Windwurf vergehn?

(Und aus dem Totholz erstehn.)

 

Und dann, wenn du am Morgen ans Fenster trittst und die Augen öffnest, die schlafschwern Lider. Bestimmt passiert es dann. Denn Atmen ist alles. Es füllt dir die Schläfn mit Licht, mit brennender Schärfe. Es bringt dir den Wintertag in den Raum, in die ausgebreitetn Schwingen. Dann kommt eins der Vögelchen, der Kinder, es schwebt durch die Zimmer, eine Krankheit ist überstandn. Wir wissen alle, dass dies geschieht. 

 

(Sepp Mall: Heißt es nicht im Grün)

 

2013 | Lost Karma / Montegemoi / Italy

2013 | BOB TRA LE STELLE / MAILAND / ARCHIVIO GIOVANNI SACCHI

 

Der Entwurf zu "Bob" stammt aus dem Jahr 2012. Der Armlehnstuhl gehört zu einer Reihe von Möbelobjekten, die der Bildhauer Othmar Prenner entwickelt hat. "Bob" besteht aus HPL-beschichtetem Sperrholz. Sitzfläche und Rückenlehne des Stuhls werden von zwei CNC-gefrästen Seitenteilen gehalten. Es sind diese beiden Flanken, die  dem Möbel sein charakteristisches Profil geben, noch betont durch die kraftvolle Farbigkeit der eigentlich trivialen Laminate, die Prenner aber wie kostbare Intarsien einsetzt. Sie fügen sich zu einer präzise proportionierten Struktur aus Comic-Strip, Holzimitation und grafischer Zeichenhaftigkeit. Das Möbel wirkt zugleich humorvoll und dynamisch. Dekor und Konstruktion bilden dabei eine Einheit, die ergonomische Aspekte berücksichtigt. Sitz und Rückenlehne erinnern zwar an traditionelle Brettstühle, "Bob" ist aber überraschend komfortabel.  
 

 

2011 | KARL AUF DER MAUER / MALS / ITALY

Grundsätzlich ist wohl davon auszugehen, dass es Othmer Prenner darum ging, in Mals einen konzeptuellen Vorgang auszulösen. Ausgangspunkt ist dafür das Werk eines Künstlers, den im Vinschgau, vor allem in Mals, jeder kennt und dessen Werk sich großer Anerkennung erfreut. Dieser vertraute Ausgangspunkt ermöglicht es dem Künstler, gemeinsam mit einer beachtlichen Zahl von Mitbewohnern, auf inzwischen weit über einhundert Häusern schwarze Schriften in das Dorfbild einzustreuen. Diese Texte (genauer: Werktitel) erfüllen eine mehrfache Funktion: sie stellen zu einem einen Bezug zum Werk Plattners her; zum anderen aber eröffnen sie einen offenen Vorstellungsraum, der sich bei jedem Betrachter anders ausnimmt; und schließlich: die Schriften stellen in ihrer Uniformität des Schriftbildes ein abstrakt-konzeptuelles Gestaltungselement dar, welches das Erscheinungsbild des Dorfes verändert. Das Dorf Mals wird zu einem konzeptuellen Kunstwerk.

Entscheidend ist aber, dass in dieses Kunstwerk die Bewohner einbezogen sind: nicht nur, indem sie zulassen, dass eine bestimmte Schrift auf ihr Haus angebracht wird, sondern indem sie sich auf einen komplexen Vorstellungsvorgang einlassen, der an einem ihnen mehr oder weniger bekannten Ausgangspunkt ansetzt, um sie dann aber ins Offene zu tragen. Das wird am Ende ihr Denken nicht unverändert lassen. Sie sind schließlich nicht nur Statisten, sondern Mitakteure eines künstlerischen Vorgangs.

2011 | Karl AUF DER MAUER / MUSEION / BOZEN/ ITALY

Was ist ein Werktitel?

Er ist ein Name oder eine Bezeichnung für ein Werk. Die einfachste Form ist zum Beispiel ein Porträt, das „Porträt (von N. N.)“ betitelt ist. Eigentlich kann jeder selbst erkennen, dass es sich um ein Porträt handelt, nur wenige aber wissen, wen denn der Künstler dargestellt hat. Oder „Tote Mutter“, eines der wichtigen Werke Karl Plattners. Eindeutig ist, dass es sich um eine liegende alte Frau handelt. Theoretisch könnte sie aber auch schlafend dargestellt sein, vielleicht als Anspielung auf den nahenden Tod. Um zu verstehen, dass die Dargestellte also tot und zudem die Mutter des Künstlers ist, bedarf es des Titels. „Rio de Janeiro“ lautet der Titel eines Bildes von Karl Plattner aus dem Jahr 1952: es zeigt in der unteren Bildhälfte eine horizontale Anordnung rechteckiger geometrischer Formen, die Häuser darstellen. Darüber ein Berg, der durch den Titel als der Zuckerhut identifiziert wird – das Wahrzeichen Rios.

2011 | Jugendsünden / Museum Kloster marienberg / Mals/ Italy

„Ich beneide dich so sehr um deine Spaziergänge im Vinschgau, besonders der Weg von Schleis nach Burgeis der Etsch entlang – wenn ich in Krise bin, wird meine Vorstellungsgabe sehr lebendig, im Gedanken lege ich den selben Weg zurück. Dazu noch bis Marienberg, wo ich die Malser Haide vor mir liegen sehe, und siehe, ich finde wieder den Weg – und ein gesundes und echtes Verhältnis zu meiner Arbeit. (3. Brief an Marjan Cescutti, Paris, 17. Februar 1980). Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass eine ähnlich starke, jedoch vollkommen anders gelagert Sehnsucht Teil jener Antriebsfeder war, die Karl Plattner nach Paris, Mailand und Florenz zog, die ihn von Europa nach Brasilien trieb und wieder zurück nach Mailand. Und letztlich noch einmal an die Côte d’Azur, bevor er sich, in Mailand, am 8. Dezember 1986 das Leben nahm.

Die Ausstellung folgt den Spuren des Malers und vertieft sich in die Anfänge. Einige der ausgestellten Arbeiten, Fotografien und Briefe sind erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich. Die 2010 entstandene Spurensuche nach Karl Plattner, der dokumentarische Film von Othmar Prenner: „Wer Angst vor dem Leben hat, hat auch Angst vor dem Tod,“ wird während der Ausstellung gezeigt 

PDF Gesperrte Versenkung oder der Anspruch des Blicks nach dem Heil (PDF)